Der durchschnittliche Jugendliche in der Schweiz schläft knapp 7.5 Stunden pro Nacht. Optimal wären 8 bis 10 Stunden, wobei sich das in einem Tag von Schülern schwer unterbringen lässt. Dem durchschnittlichen Jugendlichen fehlen wöchentlich zwischen 3.5-17.5 Stunden Schlaf. Jedoch ist vielen nicht bewusst, wie viel der mangelnde Schlaf sich auf ihren Alltag auswirkt. Die Jugendlichen müssen einen Spagat zwischen Schule, Hobbys und anderen Verpflichtungen machen. Ausserdem wird unterschätzt, wie wichtig es neben dem Lernen ist, genug zu schlafen, um dem Gehirn die benötigte Zeit zu geben, das Gelernte richtig zuverarbeiten sowie die Konzentration, Energie und Gedächtnisleistung für den Schulalltag zu steigern. Lange und erholsam zu schlafen ist für Schülerinnen und Schüler manchmal schwierig, da die Abwechslung mit den Hobbys wichtig ist, aber dazu führt, dass man spät nach Hause kommt und dann noch seinen Verpflichtungen wie Hausaufgaben oder Haushaltsaufgaben nachgehen muss. Vor allem in Prüfungsphasen neigen die meisten Jugendlichen dazu, weniger zu schlafen und dafür noch mehr zu lernen, statt den Stoff nochmals durchzulesen und dann schlafen zu gehen. Dabei zeigen Forschungsergebnisse, wie entscheidend der auf das Lernen folgende Schlaf für die Aufnahme und Speicherung der gelernten Inhalte ist. Er entscheidet, ob die Informationen im Langzeitgedächtnis abgespeichert werden können oder nicht.
Diese fünf Dinge kann man präventiv gegen Schlafmangel und seine negativen Auswirkungen auf die schulischen Leistungen tun:
1. Feste Schlafenszeiten festlegen und sich so einen regelmässigen Schlafrhythmus aneignen. Dies sorgt für eine bessere körperliche Regeneration und hilft auch das Immunsystem zu stärken.
2. Bildschirme 30 bis 60 Minuten vor dem Schlaf meiden. Dies führt zu schnellerem Einschlafen und besserer Schlafqualität.
3. Lernzeiten besser planen. Frühzeitiges Anfangen mit Lernen ermöglicht, dass man am Abend vor der Prüfung, früh ins Bett gehen kann und am nächsten Tag ausgeruht und bestens vorbereitet die Prüfung schreiben kann, anstatt am Abend vorher noch alles lernen zu müssen und anschliessend auch noch schlecht zu schlafen.
4. Eine dunkle und ruhige Schlafumgebung. Diese Voraussetzung sorgt für tiefen und erholsamen Schlaf, da dann das Gehirn Informationen und Eindrücke besser verarbeiten kann.
5. Körperliche Aktivitäten am Tag bauen Stresshormone ab und sorgen für körperliche Erschöpfung. Beides trägt zu einem ruhigen und entspannten Schlaf bei.
In diesem Sinne: Schlaft euch schlau!
Quellen:
https://www.css.ch/de/privatkunden/meine-gesundheit/psyche/schlaf/bewegung-schlafen.html
https://www.fritzundfraenzi.ch/teenager-brauchen-genauso-viel-schlaf-wie-kinder
https://www.css.ch/de/privatkunden/meine-gesundheit/psyche/schlaf/blaulicht-einschlafen.html
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